150 Kilometer auf dem Rennrad? Für Dr. Felix Prinz nichts Ungewöhnliches. Sechs Trainingseinheiten in der Woche gehören für ihn fest zum Alltag. Auf langen Touren durchs Sauer- oder Münsterland entsteht dabei nicht nur sportlicher Ehrgeiz, sondern auch Raum für Gedanken. „Die besten Ideen kommen mir oft auf dem Rad“, sagt er. Seit dem 1. Juli 2026 nimmt er diese Ideen nun in eine neue Rolle mit: Nach seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat wechselte Dr. Felix Prinz in den Vorstand der WBG Lünen und leitet die Genossenschaft gemeinsam mit Jan Hische und Heinrich Moch.
Vom neuen Wohnort zur neuen Heimat
Seine Verbindung zu Lünen begann bereits 1998. Damals zog der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit in einer Kanzlei von Dortmund nach Lünen. Die erste Wohnung fand er bei der WBG Lünen in der Stresemannstraße 40. Was zunächst vor allem ein beruflich bedingter Umzug war, wurde mit den Jahren zu einer echten Verbindung zur Stadt. 2006 kaufte er ein Haus in der Lüner Heide.
Heute bezeichnet sich Dr. Prinz als „Lüner mit Herz“. Dortmund bleibt der Ort, aus dem er kommt. Lünen aber ist längst seine Heimat geworden. Ein Ort, mit dem er sich verbunden fühlt und dessen Entwicklung er seit vielen Jahren begleitet.
Beruflich ist Dr. Prinz als Rechtsanwalt tätig. Er ist Fachanwalt für Verkehrsrecht, Arbeitsrecht und Medizinrecht sowie zertifizierter Unfallschadenabwickler. Auch mit der WBG kam er im Laufe der Jahre immer wieder über seine berufliche Tätigkeit in Kontakt. Bei einem Vertreter*innenseminar hielt er beispielsweise einen Vortrag. Dort entstand schließlich auch die Frage, ob eine Mitarbeit im Aufsichtsrat für ihn interessant sein könnte. Seit 2012 gehörte er dem Gremium an.
Vom Begleiten zum Mitgestalten
Mit dem Wechsel in den Vorstand verändert sich nun seine Perspektive. Viele Jahre hat Dr. Prinz die Entwicklung der WBG aus dem Aufsichtsrat heraus begleitet. Jetzt möchte er die Genossenschaft mitgestalten.
Gerade die vergangenen Vertreter*innenseminare und -versammlungen haben ihm gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch innerhalb einer Genossenschaft ist. Vertrauen entstehe dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, einander kennenlernen und gemeinsam an Themen arbeiten. Für ihn ist der Schritt in den Vorstand deshalb auch ein Wechsel „von außen nach innen“: nicht mehr nur beobachten, sondern Verantwortung übernehmen und Entscheidungen aktiv mitgestalten.
Die besten Gedanken kommen unterwegs
Den nötigen Ausgleich dazu findet Dr. Prinz im Sport. Leistungssport begleitet ihn schon seit seiner Jugend. Mit 15 Jahren begann er mit dem Rudern, später wurde das Rennrad zu seiner großen Leidenschaft. Seit rund 20 Jahren ist er Mitglied im Radsportverein Lippe 23 Lünen e. V. – Trainingspläne, feste Einheiten und sportliche Ziele gehören für ihn ganz selbstverständlich dazu.
Vor allem aber schafft das Radfahren Abstand zum Berufsalltag. Auf langen Strecken kann er abschalten, sich sortieren und neue Gedanken entwickeln. Und auch ein idealer freier Tag beginnt für ihn am liebsten draußen: zunächst mit einem langen Spaziergang mit seiner Frau Katrin und den beiden Hunden Lucky und Dede und anschließend, wenn es die Zeit zulässt, natürlich noch mit einer Runde auf dem Rennrad.